Die Zuckerfalle

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Süssigkeiten wirken wie eine Droge, sie produzieren ein Bedürfnis nach noch mehr Süssem. Wenn der Körper nichts Süsses bekommt, reagiert er mit Entzugserscheinungen, und zwar mit Heisshunger nach der Droge und schlechter Laune. Die Zuckersucht bewirkt ein unbändiges Verlangen nach Süssem, das erst gestillt ist, wenn man Schokolade, Glace oder einen süssen Riegel bekommt.

Nach dem Verzehr von Süssem steigt der Blutzuckerspiegel schnell an. Damit die Energie dem Körper zugute kommen kann, muss der Zucker in die Körperzellen aufgenommen werden. Dabei hilft das Blutzuckerhormon Insulin. Leider bewirkt Insulin auch, dass überschüssiger Zucker als Fett gespeichert wird. Nicht nur, wenn man etwas Fettes isst, wandern die Bestandteile direkt in die Speicherzellen. Auch bei etwas Süssem ist dies der Fall. Wenn der Blutzuckerspiegel wieder sinkt, kommt ausserdem ein anderes Hormon mit dem Namen Glukagon ins Spiel. Es  ist der Gegenspieler vom Insulin und macht Hunger. Das Fatale dabei ist aber, dass umso mehr Hormone gebildet werden, je stärker der Blutzuckerspiegel schwankt. Wer also viel Zucker isst, dessen Insulin steigt schneller an, dessen Blutzucker wird schnell abgebaut und dessen Glukagon steigt schnell an. Somit hat man schneller wieder Hunger und jede Zuckerdosis heizt so den Heisshunger auf noch mehr Zucker an. Der Körper will mehr und mehr und wird auf diese Weise dicker und dicker.

GesundheitMartina Fink